Mandalay

Mandalay, ehemals beherrscht von seinem Königlichen Palast hat große
kulturelle Bedeutung für die Burmesen. War es doch die letzte
Hauptstadt des Landes vor der Eroberung des ganz Burmas durch die
Briten.
Gegründet wurde Mandalay durch König Mindon nach der Entmachtung
seines älteren Bruders unter anderem aufgrund der als strategisch
günstig erachteten Lage. Außerdem sollte die Gründung einer neuen
Königsstadt die Demütigung der Besetzung Nieder-Burmas durch die
Briten vergessen machen.
Gelegen and den Ufern der Flüsse Ayeyarwaddy, Dohtawaddy und
Madayar, liegt Mandalay in einer weiten Ebene zwischen dem
Shan-Hochland im Osten und dem Ayeyarwaddy im Westen. So wurden 1857
die ersten Grundmauern des Königspalastes gelegt und 150.000
Menschen bereiteten sich darauf vor, Ihre Heime in der alten Stadt
Amarapura zu verlassen um in das noch zu errichtende Mandalay
umgesiedelt zu werden.
Mandalay erhielt seinen Namen vom Mandalay Hill, einer 230 Meter
hohen Erhebung. Von den Einheimischen als eine Art natürlicher
Eiffelturm betrachtet, überragt der Mandalay Hill die ihm zu Füßen
ausgestreckte Stadt. Der Glanz Mandalays als Königssitz war jedoch
nur kurz. Der Nachfolger König Mindons, König Thibaw musste zusammen
mit seiner Frau 1885 ins Exil gehen, nachdem die Briten ganz Burma
erobert hatten.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Königspalast zum
Kriegsschauplatz. Während der Angriffe der Japaner auf die
Britischen Kolonien zerstörte ein japanischer Bombenangriff den
Palast fast vollständig. Im Jahre 1989 wurde der Palast von der
Regierung Myanmars als Rekonstruktion neu aufgebaut.
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